James Montier – 3 weitere Regeln der Börsenpsychologie

In meinem Blogartikel Buchempfehlung – „The little book of behavioral investing“ von James Montier habe ich dir bereits 6 Regeln der Börsenpsychologie nähergebracht, die James Montier in seinem Buch The Little Book of Behavioral Investing: How not to be your own worst enemy vorstellt. In diesem Artikel werde ich dir auf meinem Investment Blog 3 weitere Regeln der Börsenpsychologie dieses wundervollen Werkes erklären. Wenn du noch mehr Wissen zur Börsenpsychologie haben möchtest, kannst du dir meine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung herunterladen!

Regel #7 der Börsenpsychologie: Ist mehr Information besser?

Viele Investoren versuchen so viele Informationen wie möglich über die Börse, verschiedene Märkte und Unternehmen herauszufinden, um ihre Investmententscheidungen besser treffen zu können. Aber ist mehr Information wirklich besser? Lässt sich der Markt durch mehr Information leichter oder besser schlagen?

Um diese Diskussion sinnvoll führen zu können, müssen wir zunächst zwischen Information und Wissen differenzieren. Denn mehr Wissen bringt tatsächlich mehr Erfolg an der Börse!

Wissen, auch Know-How genannt, ist zeitlos und baut immer auf dem sogenannten Grundwissen auf. Das Grundwissen der Börse sind die Grundlagen, die du kennen musst, um die darauf aufbauenden Investment Strategien verstehen und anwenden zu können.

Verglichen dazu ist eine Information immer nur zum derzeitigen Zeitpunkt relevant und deshalb vergänglich. Der Abgas-Skandal von VW könnte zum Beispiel eine Information sein, die in deine Investmententscheidung einfließt. Auch Kennzahlen sind Informationen, die vergänglich sind. Sie ändern sich ja auch mit der Zeit wieder. Kennzahlen sind die einzigen Informationen, die ich an der Börse heranziehe, um Investmententscheidungen zu treffen – 13 um genau zu sein.

Studien beweisen, dass ab einem gewissen Informationsvolumen mehr Information sogar zu schlechteren Ergebnissen führt. Du verlierst dadurch nicht nur Zeit, sondern auch Performance. Beschränke dich daher auf gewisse Informationsinhalte, zum Beispiel auf gewisse Kennzahlen, wie ich es mache.

Du siehst also, dass du Informationen brauchst, um Investmententscheidungen treffen zu können. Jedoch solltest du diese auf eine gewisse Anzahl beschränken und dir vor allem qualitatives Wissen zum Thema aneignen. Das wichtigste ist natürlich das Grundwissen.

Regel #8 der Börsenpsychologie: Wenn sich die Fakten ändern, ändere auch deine Meinung!

Nicht nur Investoren, sondern Menschen im Allgemeinen hängen an ihrem Eigentum. An der Börse kann das fatale Folgen haben. Denn auch die gekauften Aktien im Depot werden von den Investoren als ihr Eigentum angesehen, was sie ja auch sind, und als solches behandelt. Bei den regelmäßigen Aktien Analysen werden dann die eigenen Aktien im Depot gegenüber den anderen Aktien bevorzugt. Anders ausgedrückt, die eigenen Aktien werden vom Investor besser dargestellt als sie eigentlich sind. Fakten können sich jedoch an der Börse rasch ändern. Der ausschlaggebende Grund, der dazu geführt hat, dass man eine Aktie kaufte, kann sich schon lange geändert haben.

Welche Folgen kann das an der Börse haben?

In Folge dessen werden Aktien, die du eigentlich schon lange verkaufen solltest, noch weiter im Depot gehalten. Dadurch können schwere Verluste erzielt werden. Das häufigste Beispiel dazu ist, dass ein Privatanleger eine Aktie im Depot hat, die extrem fällt. Anstatt diese Aktie zu verkaufen, hofft er, dass die Aktie irgendwann wieder steigt. Jedoch passiert folgendes: Die Aktie fällt und fällt und fällt…

Natürlich ist der Verkauf einer fallenden Aktie nicht immer die richtige Entscheidung. Jedoch sollte durch regelmäßige und objektive Analysen geklärt werden, ob es noch sinnvoll ist, diese Aktie im Depot zu halten. Auch wenn es weh tut, Verluste zu realisieren, kann dies oft die beste Alternative sein!

Wie lässt sich dies verhindern?

Die Bevorzugung der eigenen Aktien lässt sich durch eine objektive Aktien Analyse, die auf Kennzahlen beruht und regelmäßig durchgeführt wird, verhindern. Denn Zahlen sind vergleichbar und lassen sich nicht schön reden. Dadurch verkaufst du deine Aktien, wann sie verkauft werden sollen, und kaufst deine Aktien nach, wann sie nachgekauft werden sollen. Ich verwende dazu die Levermann Strategie!

Regel #9 der Börsenpsychologie: ADHD Investing

ADHD (Attention Deficit Hyperactivity Disorder), auch Aufmerksamkeitsstörung-Hyperaktivitäts-Syndrom genannt, zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch den erhöhten Drang zur Aktivität aus. Genau dieses Verhalten legen viele Investoren und Privatanleger an den Tag. Durch ständiges Hin-und-Her-Traden machen sie ihre Rendite durch die Ordergebühren kaputt. Sie verstehen den Wert des „Faulenzens“ nicht. Denn langfristige Investments verlangen nicht nur geringere Transaktionskosten, sondern bringen auch eine höhere Rendite ein. Dieses Gesetz trifft nicht nur bei den Börsianern, sondern auch bei den Tormännern beim Fußball zu. Denn die größte Wahrscheinlichkeit, dass diese einen Elfmeter halten, haben sie, wenn sie in der Mitte stehen bleiben. Stattdessen suchen sie sich jedoch eine Ecke aus, um nicht nichts gemacht zu haben.

Fazit

Bevor du anfängst an der Börse zu investieren, musst du der „Herr im eigenen Hause“ werden. Und das ist schwieriger, als du dir vorstellst. Daher musst du über die Grundregeln der Börsenpsychologie bescheid wissen, um gegen diese ankämpfen zu können.

Wenn du den ersten Teil dieses Artikels Buchempfehlung – „The little book of behavioral investing“ von James Montier noch nicht gelesen hast, empfehle ich dir, dies dringend nachzuholen.

Lerne wie du dich gegen dich selbst behaupten kannst! Hole dir dazu meine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s