P2P: Die perfekte Anlagestrategie?

P2P-Tipps vom Experten

Heute ist Premiere!

Das ist der erste Gastbeitrag seit der Umstellung meines Blogs.

Falls du dich fragst: „Welche Umstellung?“

Ich habe vor ca. 2-3 Monaten meinen Blog komplett umgestellt. Ich habe nicht nur meinen Schreibstil extrem verändert. Investment Amad€ ist auch kein Finanzblog mehr. Er ist jetzt ein Blog über Investment Strategien.

Aber heute geht es nicht um mich. Heute geht es um meinen Gast. Und das ist ein ganz besonderer Gast: Lars Wrobbel – vom Blog www.passives-einkommen-mit-p2p.de.

Warum ist Lars Wrobbel besonders?

Lars hat vor einiger Zeit ein Buch veröffentlicht. Zusammen mit Kolja. Und dieses Buch trägt den Namen Investieren in P2P-Privatkredite: Was man wissen sollte, wie man Fehler vermeidet und erfolgreich investiert.

Übrigens habeauch ich dieses Buch  gelesen. Schon lange bevor ich mit ihm in Kontakt getreten bin. Und ich muss sagen: Du spielst mit dem Gedanken in den P2P-Markt zu investieren? Dann kann ich dir dieses Buch nur empfehelen.

Aber genug geredet. Bühne frei für Lars!

„Was??? Du investierst Geld in Privatkredite? Und dann auch noch mit über 20% Zinsen? Da kann doch was nicht stimmen, sowas würde ich NIEMALS machen“…

Dies ist der ziemlich genaue Wortlaut einer Person, mit der ich mich über P2P-Investments unterhalten habe. Um genau zu sein, so oder so ähnlich laufen viele Konversationen ab, sobald ich das Thema Privatkredite mit ins Spiel bringe 🙂 Diese Reaktion hat in meinen Augen meist ihre Ursache in 2 Gründen:

  1. Die Person hat null Ahnung von jeglichen Investments und legt ihr Geld auf der Sparkasse an. (leider der erschreckend größte Anteil wie ich befürchte)
  2. Die Person investiert zwar ihr Geld an der Börse, kennt allerdings keinerlei Alternativen dazu.

Dabei lassen viele Menschen außer Acht, das jede Investmentform vor allem eins tut, sie erhöht die Diversifikation. Ob sie funktioniert, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber niemals solltest du Investments von vornherein für dich ausschließen, nur weil du sie nicht kennst oder „irgendwo“ gelesen hast, sie sei gefährlich. Ein sehr weiser Mann (mein alter Deutschlehrer) sagte mal „wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Irgendwie springt mir dieser Satz jedes Mal automatisch ins Gedächtnis, wenn ich auf neue Investments stoße und erinnert mich daran, dass ich nichts unversucht lassen sollte, das für mich perfekte Portfolio aufzubauen.

In diesem Artikel zeige ich dir daher, wie meine Investmentstrategie aussieht und wieso, welche Vor- und Nachteile sie hat und für wen meine Strategie geeignet ist.

Wie sieht meine Investmentstrategie aus?

Spätestens seit meinem Buch, bekomme ich immer wieder die Frage gestellt, ob ich eigentlich aus-schließlich in Privatkredite investieren würde. Natürlich tue ich das nicht, ich esse ja im Restaurant auch nicht immer das gleiche. Ich nutze weitere Investmentformen wie z.B. das Investment in Privatkredite als sinnvolle Ergänzung und Diversifikation in meiner gesamten Anlagestrategie. 3 Prinzipien habe ich jedoch inzwischen aufgrund meiner Erfahrung für mich ausgewählt, welche meine Investments erfüllen müssen:

  1. Ich möchte nur passiv investieren
  2. Ich möchte weitgehend automatisiert investieren
  3. Ich möchte ein passives Zusatzeinkommen haben

Nur wenn diese 3 Dinge gegeben sind, investiere ich in die entsprechende Anlageform. An der Börse erreiche ich das z.B., indem ich einmal im Quartal in ausschüttende ETFs investiere. Ist es passiv? –> ja; ist es weitgehend automatisiert? –> ja; habe ich dadurch ein Zusatzeinkommen –> ja. Ungefähr genauso funktioniert es auf den europäischen Kreditmarktplätzen, nur dass die Automatisierung einfacher ist, der Markt nicht so sehr schwankt und das passives Zusatzeinkommen berechenbarer und schneller aufgebaut ist.

Du möchtest nun noch wissen, wie ich meine Investments aufteile? Nun, eigentlich ist es sehr einfach. Ich verfolge hauptsächlich die ETF-Strategie von Gerd Kommer und mische die Kredite einfach bei Bedarf bei. Je nach Höhe der Indizes verschiebe ich meine Investments entweder in den Aktien- oder P2P-Bereich und fahre hiermit sehr gut. Jaja, man soll kein Market-Timing betreiben, ich weiß. Aber stell dir hier einfach eine Waage vor. Je nach Lage, Gefühl und persönlicher Einschätzung, lege ich mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Schale.

Was sind die Vor- und Nachteile einer solchen Strategie?

Kommen wir zuerst zu den größten Nachteilen, die ich sehe:

Als ich anfing passiv und automatisiert zu investieren, hatte ich zu Beginn das Gefühl des vollkommenen Kontrollverlusts, da ich jemand bin, der sich oft und gerne um sein Geld kümmert. Hier jedoch musste ich erstmal lernen, dass dies nur sehr selten notwendig ist, denn sowohl an der Börse (durch Kommer) als auch auf dem P2P-Markt (durch die Automatisierungstools) steht meine Strategie fest. Ich justiere lediglich wenn notwendig und tätige regelmäßig meine Einzahlungen oder Käufe.

Ein weiterer Nachteil ist das vermeintlich höhere Risiko der Kreditmarktplätze, aber hier kann ich nur sagen: informiert euch, probiert es aus und sammelt Erfahrungen. Es gibt genügend Beispiele im Internet, dass P2P bei cleverem Investment mehr als gut funktioniert. Natürlich kann irgendwann alles anders aussehen, aber das gilt auch für jegliche anderen Anlageformen wie die Vergangenheit deutlich zeigt.

Kommen wir nun zu den Vorteilen:

Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber ich fand das Aktienjahr 2015 nicht allzu pralle, was hauptsächlich daran lag, dass ich durch das passive Investment zu 3 unglücklichen Zeitpunkten gekauft habe. Und genau hier greift der nächste Vorteil des P2P-Investments als Diversifikation. Auf den Kreditmarktplätzen gibt es keine starken Schwankungen, man muss nicht jeden Tag auf den Dax schauen. Von vielen Kreditnehmern zahlen auch fast alle zurück…. und so wird es vermutlich auch meist bleiben. Durch meine Verteilung (erinnere dich an die Waage), konnte ich mein Jahr mithilfe von Privatkrediten mit einer guten Rendite beenden.

Der nächste Vorteil wäre die liebe Zeit. Da ich damals mit sehr aktivem Trading begonnen habe, weiß ich auch, wieviel Zeit so etwas kosten kann. Und manchmal ging ich am Monatsende dennoch mit Verlust nach Hause. Kannst du dir ungefähr vorstellen, wie man sich fühlt, eine Woche 60 Stunden zu arbeiten und danach dennoch Geld draufzuzahlen? Genau so ist manchmal das Trading, und mit den Jahren und vor allem durch meinen Sohn habe ich gelernt, dass mir hierfür meine Zeit viel zu kostbar ist. Ohne diese freie Zeit hätte ich niemals Bücher schreiben können, geschweige denn dir mit einem Blog bei deinem Investment zu helfen.

Ist diese Investmentstrategie für dich geeignet?

Ob diese Investmentstrategie für dich geeignet ist, findest du heraus, indem du dir ein paar einfache Fragen stellst:

  1. Kann ich darauf verzichten, ständig nach meinem Geld zu schauen und ruhig schlafen?
  2. Kann ich mit Schwankungen leben…. ohne nach meinem Geld zu schauen und immer noch ruhig schlafen?
  3. Wenn das Aktienportfolio 50% ins Minus dreht, kann ich dann immer noch diese Strategie halten, ohne nach meinem Geld zu schauen und nachts so wach zu sein wie ein frischer Espresso?

Du siehst worauf es hinausläuft, hör einfach auf, dich um dein Geld zu sorgen. Das ist erwachsen und arbeitet schon. Auch ohne deine Hilfe 🙂 Und seien wir mal ehrlich… mit aktiverer Fürsorge könntest du in den meisten Fällen nicht viel mehr tun. Letztendlich soll das passive Investment dazu führen, dass du dich nicht mehr groß um den Markt kümmerst und dich vor allem auf eines konzentrierst: dein Leben.

Was kannst du aus diesem Artikel mitnehmen?

Was du mitnehmen kannst, musst du natürlich für dich entscheiden, aber ich kann dir sagen, was ich für mich mitgenommen habe; dass die Erfahrung „passives Investment“ einmal mehr ein Beweis dafür ist, dass man manchmal im Leben Dinge loslassen muss, damit es richtig vorwärts geht.

Wenn du mehr über P2P Investments und passives Einkommen erfahren willst, besuche meinen Blog unter www.passives-einkommen-mit-p2p.de. Und schau dir auch andere Investmentstrategien an, wie z.B. die Levermann-Strategie von Philipps Blog.

Und nun würde mich natürlich brennend deine Investmentstrategie interessieren

lars

 

Lars Wrobbel ist Autor des Buches „Investieren in P2P-Privatkredite“ und Betreiber des Blogs www.passives-einkommen-mit-p2p.de. Dort hat er sich zur Aufgabe gemacht, seinen Lesern zu zeigen, wie man einfach mit cleverem und innovativem Investment ein passives Zusatzeinkommen erzielen kann.

Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

3 Gedanken zu „P2P: Die perfekte Anlagestrategie?“

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