5 Gründe, warum du in finanzielle Notsituationen investieren solltest

2007 begann die Wirtschaftskrise. Viele haben in dieser Zeit ihr gesamtes Vermögen verbrannt.

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Die Lehman Brothers meldeten 2008 den Konkurs an.

Die Börse ist ein Nullsummenspiel. Wenn jemand Geld verliert, verdient gerade jemand anderer Geld. Und umgekehrt.

Ein Crash ist nichts anderes als eine große Umverteilung von Geld.

Natürlich sind Crashs nicht die einzigen finanziellen Notsituationen. Auch einzelne Firmen können sich in finanzielle Notsituationen befinden. In Folge sinken natürlich die Aktienpreise. Siehe den Abgasskandal von VW!

Was haben Warren Buffett, Benjamin Graham, James Montier, Joel Greenblatt und Susan Levermann gemeinsam?

Sie alle investieren in finanzielle Notsituationen.

In diesem Artikel erkläre ich dir meine 5 Gründe, warum ich in finanzielle Notsituationen investiere.

  1. „Buy cheap and sell dear.“

Schon Benjamin Graham sagte: „Buy cheap and sell dear.“

Kaufe billig und verkaufe teuer!

Anders ausgedrückt heißt das nichts anderes als: Kaufe in Notsituationen und verkaufe im Bullenmarkt!

Das Big Business funktioniert nicht anders:

Ein Bekannter von meinem Opa sucht nach Unternehmen, die sich in Notsituationen befinden. Diese Firmen kauft er dann. Durch seine Kontakte und durch sein Wissen hilft er dem Unternehmen aus der Notsituation heraus. Und anschließend verkauft er das Unternehmen wieder – mit einem entsprechenden Gewinn.

Du hast natürlich nicht die Möglichkeit, ein Unternehmen aus einer Notsituation herauszuziehen. Viele große Unternehmen schaffen das aber auch alleine. Alles was tun musst, ist in diese zu investieren.

Und anschließend im Bullenmarkt diese wieder zu verkaufen. Und dich über die Gewinne freuen.

2. Krise oder Bullenmarkt – was bringt dir mehr?

Nun lässt sich die Frage stellen: Was bringt dir mehr für deinen Aktien Erfolg – die Krise oder der Bullenmarkt?

Gegenfrage: Wann wird mehr Geld umverteilt – in der Krise oder im Bullenmarkt?

In der Krise natürlich!

Jetzt weißt du, in welcher Phase du mehr Geld verdienen kannst.

Denn um wie viel wird eine Aktie noch steigen, die ohnehin schon überbewertet ist?

Um nicht viel. Wenn überhaupt.

Und um wie viel wird eine Aktie steigen, die gerade um 50% gefallen ist?

Um sehr viel.

2009 war die Wirtschaftskrise im vollen Gange. Wenn du zu diesem Zeitpunkt Aktien gekauft hast, hast du entweder Gewinne oder sehr gute Gewinne gemacht.

2015 befanden wir uns noch in einem Bullenmarkt. Wenn du 2105 Aktien gekauft hast, hast du entweder niedrige Gewinne oder Verluste gemacht.

Siehst du den Unterschied?

Der Kaufpreis einer Aktie ist für deinen Gewinn sehr entscheidend.

3. Wenn die Blase platzt

…solltest du lieber deine Aktien bereits verkauft haben.

Draghi lässt gerade viel Geld drucken. Die Gelddruckmaschinen glühen bereits.

Die Inflation ist in vollem Gange. Dadurch kommt es immer wieder zu Blasenbildungen.

Die Blase wird immer größer – bis sie irgendwann zu groß wird. Dann platzt die Blase. Bei Seifenblasen ist es nicht anders. Die platzen auch, wenn sie zu groß werden.

Das lässt sich gerade sehr gut am Aktienmarkt beobachten. Seit der letzten Wirtschaftskrise befanden wir uns in einem Bullenmarkt. Zusätzlich floss inflationsbedingt immer mehr Geld in die Börse. Und die Blasenbildung ist perfekt.

Wie ist die Situation heute?

Es treten immer mehr Probleme auf: Der fallende Ölpreis. Die Börsenkrise in China.

Das ist das Resultat einer Blasenbildung. Die Kurse sind jahrelang gestiegen. Jetzt müssen sie wieder einmal fallen. Nach langen Trockenperioden muss es auch wieder einmal regnen.

Viele Anleger werden ihr Geld verlieren.  Sie werden durch die Fluten des Regens weggeschwemmt. Und nie wieder an die Börse zurückkommen.

Schließe dich nicht diesen Anlegern an.

Kaufe lieber billige Qualitätsaktien. Schließe dich den Gewinnern an. Und handle nach dem Prinzip: „The winner takes it all.“

4. Firmen in Notsituationen

Billige Aktien gibt es immer. Auch in einem Bullenmarkt.

Denn auch einzelne Firmen können sich in Notsituationen befinden.

Der Abgasskandal ist das beste Beispiel dafür.

Die Aktie fiel um ca. 50%. Oder inzwischen auch mehr. Und ist extrem unterbewertet.

Was führte zu diesem enormen Wertverlust?

Die Pressemeldungen haben die Anleger schockiert. Alle Medien berichteten über das „böse“ Unternehmen VW. Dann kam die erste Gewinnwarnung. Und dazu der Black Friday. Und das Spektakel war perfekt.

Viele Aktionäre verloren ihre Nerven und verkauften. Der Kurs fiel weiter. Die automatischen Stop-Loss Orders kamen nun ins Spiel. Und die Aktie fiel in einem Klippensprung. Und jetzt kommt auch noch der Börsencrash in China hinzu. Das Blutbad nimmt kein Ende.

Wer profitiert von der VW-Krise?

Es gibt zwei Gruppen von Investoren, die von der VW-Krise profitieren können:

  • Jene, die bei den fallen Kursen short gegangen sind.
  • Und jene, die VW billig ergattern konnten.

Ich gehöre zur zweiten Gruppe.

Viele von euch werden sich jetzt denken: Bist du denn verrückt?

Ich erzähle euch die gleiche Geschichte in 10 Jahren nochmal. Dann werdet ihr anders darüber denken. Denn VW wird auch noch in 10 Jahren existieren. Und dann interessiert der Abgasskandal niemanden mehr. Der Finanzrocker hat dazu auch einen schönen Artikel verfasst.

5. Die Schnäppchenjagd kann beginnen!

Du hast nun 2 Möglichkeiten kennen gelernt, Schnäppchen zu ergattern:

  • Das Investieren in Crashs.
  • Und das Investieren in Krisen-Unternehmen.

Ersteres ist natürlich um einiges einfacher. Denn in einem Crash sind fast alle Aktien billig. Ich kenne kaum Aktien, die gerade nicht fallen.

Sogar Apple fällt gerade. Und wie!

Ist Apple deswegen ein schlechtes Unternehmen?

Nein!

Apple ist ein führendes IT-Unternehmen. Und hat eine der besten Marketing-Strategien. Sie fällt aber trotzdem.

Woran liegt das?

Unternehmen werden an der Börse nicht logisch bewertet. Das ist das Schöne daran. Sonst könnten wir keine unterbewerteten Aktien kaufen. Die Börsenpsychologie bestimmt den Preis von Aktien.

Dazu fallen mir folgende 2 Zitate ein:

„Over the short therm Mr. Market may Price stocks based on emotions, over the Long therm Mr. Market Prices stocks based on their value.“ – Joel Greenblatt

„Price is what you pay, value is what you get.“ – James Montier

Resümee

Fakt ist: Aktien sind am billigsten, wenn sie sich in einer finanzieller Notsituation befinden.

Oder was ist billiger: Ein ganzes Auto? Oder ein angekratztes Auto?

Genauso verhält es sich auch mit den Aktien: Die angekratzten Aktien sind billiger.

Oft sind die Kratzer leicht zu beheben. Und du hast nach kurzer Zeit eine nagelneue Aktie – zum Preis einer angekratzten.

Die nagelneuen Aktien kannst du dann wieder verkaufen. Und dich über den Gewinn freuen. 🙂

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Über den Autor:

philipp

 

Philipp Amadeus Kammerer ist der Gründer von Investment Amad€. Auf seinem Investment Blog zeigt er dir mehr über verschiedene Investment Strategien.

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Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

4 Gedanken zu „5 Gründe, warum du in finanzielle Notsituationen investieren solltest“

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