Wie du mit ETFs finanziell frei wirst

Die finanzielle Freiheit.

Nicht mehr für unser Geld arbeiten.

In den Urlaub fahren, wann wir möchten. Und nicht, wann unser Chef das möchte.

Unser eigener Boss sein.

Das ist unser Ziel.

Wenn das auch dein Ziel ist, musst du dein Geld sinnvoll anlegen.

Doch wie legst du dein Geld sinnvoll an?

Passiv!

Für die meisten Privatanleger macht nur das passive Investieren Sinn!

Das bestätigt auch Christoph in seinem Artikel.

Aber kannst du dadurch auch finanziell frei werden?

Natürlich kannst du mit ETFs finanziell frei werden.

Wie?

Das zeige ich dir in diesem Artikel.

  1. Investiere in thesaurierende ETFs!

Es gibt 2 Arten von ETFs:

  • Ausschüttende
  • und thesaurierende ETFs.

Was ist der Unterschied?

Ausschüttende ETFs zahlen dir deine Dividenden aus. Und thesaurierende ETFs reinvestieren die Dividenden.

Investiere in thesaurierende ETFs.

Warum?

Ein thesaurierender ETF bietet dir mehrere Vorteile:

  • Steuervorteile

Dividenden sind Zinseinnahmen. Deshalb musst du sie auch versteuern. In Österreich beträgt die Kapitalertragssteuer 25%. Du verlierst also ein Vierteil deiner Dividenden.

Wenn du sie aber automatisch reinvestierst, brauchst du sie nicht versteuern. Nur wenn du sie dir auszahlen lässt. Du gewinnst dadurch ein Viertel deiner ganzen Dividenden. Und das ist auf einen Zeitraum von 10 Jahren gerechnet eine Menge.

Das kannst du dir wie eine Holding-Struktur vorstellen. Ein Unternehmer versucht auch sein Geld nicht aus dem Unternehmen zu nehmen. Und so Steuern zu sparen.

Das kannst du mit deinen ETFs auch. Lasse dein Geld in den ETFs!

  • Zeit

Die automatisierte Reinvestition erspart dir nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Denn du brauchst dir nicht überlegen, wo du dieses Geld jetzt anlegen sollst.

Außerdem musst du nicht warten, bis sich eine erneute Investition lohnt. Weil dich sonst die Transaktionskosten auffressen würden.

  • Zinseszins-Effekt

Der Zinseszins-Effekt kommt erst richtig durch das Reinvestieren zur Geltung.

Dazu ein kleines Rechenbeispiel: Wenn du 1.000€ mit 10% p.a. anlegst. Und dir jedes Jahr deine Zinsen auszahlen lässt. Dann hast du nach 10 Jahren 2.000€. Wenn du aber deine Zinsen reinvestierst, hast du nach 10 Jahren 2.593,74€. Das ist ein Unterschied von ca. 30%.

Der thesaurierende ETF nimmt also vor Steuern (!) ca. ein Drittel mehr ein als der ausschüttende. Nach Steuern sind es ca. 45%!

2. Baue dir ein Weltportfolio auf!

Wenn du in Aktien investierst, gehst du gewisse Risiken ein. Rendite kommt von Risiko. Das ist nicht nur an der Börse so – sondern überall im Leben.

Beim Sport. Im Beruf. In Beziehungen. In Freundschaften. Und und und…

An der Börse gehst du diese 3 Risiken ein:

  • Das Unternehmensrisiko
  • Das Marktsegmentrisiko
  • Und das Gesamtrisiko des Aktienmarktes

Wenn du alle Eier in einen Korb legst. Und der Korb hinunterfällt. Sind alle Eier kaputt. Wenn du aber deine Eier auf mehrere Körbe verteilst, gehen nur 1-2 Eier kaputt.

Durch Diversifikation kannst du dein Risiko minimieren – alle 3 Risiken.

Deshalb ist es wichtig, dass du dir ein Weltportfolio aufbaust.

Das zeigt auch Gerd Kommer sehr eindrucksvoll in seinem Buch.

Du investierst in die ganze Weltwirtschaft – und über verschiedene Asset-Klassen hinweg.

Ein Unternehmen kann bankrott gehen. Deshalb gibt es das Unternehmensrisiko. Dieses Risiko lässt sich sehr leicht minimieren.

Der MSCI World beinhaltet 1.612 Aktien. Du verteilst also deine Eier auf 1.612 Körbe. Wenn einer dieser Körbe hinunterfällt geht nicht viel verloren. Wenn eines der 1.612 Unternehmen bankrott geht, hast du nicht viel Geld verloren.

Wenn du aber in eine einzelne Aktie investierst. Und das Unternehmen geht bankrott. Dann verliert du das gesamte eingesetzte Kapital.

Das Marksegmentrisiko ist nichts anderes als das Risiko eines Landes bzw. einer Branche.

Ein Land kann sich in einer Krise befinden. Oder sogar die gesamten Schwellenländer. Dieses Risiko minimierst du durch verschiedene ETFs.

Wie du den richtigen ETF findest, erfährst du hier.

Wenn du nur in den MSCI Emerging Markets ETF investiert hast. Und die Schwellenländer durchleben eine Krise. Dann trifft dich das sehr hart.

Wenn du aber zusätzlich in einen MSCI World ETF investiert hast, ist das bereits weiniger schlimm.

Das dritte Risiko ist das Gesamtrisiko des Aktienmarktes. Es kann gut sein, dass auch einmal so gut wie alle Aktienkurse fallen. Das hast du seit Anfang dieses Jahres miterlebt.

Der DAX verlor ca. 30% seit seinem Höchststand.

Aber auch das Gesamtrisiko des Aktienmarktes lässt sich durch Diversifikation minimieren – durch das Investieren in verschiedene Asset-Klassen.

3. Investiere in verschiedene Asset-Klassen!

Wenn du dein gesamtes Vermögen in Aktien investierst. Und die Börse crasht. Dann blutest du.

Wenn du aber deinen Notgroschen in Form von Cash hältst. Und zusätzlich in Aktien, Rohstoffe, Immobilien und P2P-Privatkredite investierst. Kann dir das ziemlich egal sein.

In Rohstoffe kannst du einfach durch einen Rohstoff ETC investieren. Dadurch investierst du in verschiedene Rohstoffe. Und kannst das Risiko eines einzelnen Rohstoffes minimieren.

In Immobilien könntest du durch einen Immobilienaktien ETF investieren. Oder durch einen REIT. Dadurch verteilst du das Risiko auf verschiedene Immobilien.

Wenn du genug Geld hast, kannst du natürlich auch in einzelne Immobilien investieren. Dann kannst du mit einem höheren Hebel arbeiten – also mit Fremdkapital. Dazu benötigst du aber ein gewisses Startkapital und Know-How.

Durch das Investieren in P2P-Privatkredite, wirst du zur Bank. Du verleihst dein Geld. Und erhältst dafür Zinsen.

Wenn du in P2P-Privatkredite investieren möchtest, empfehle ich dir, auf verschiedenen Plattformen zu investieren. Dadurch minimierst du das Risiko einzelner P2P-Plattformen. Du kannst auch bereits international in P2P-Privatkredite investieren.

Mehr über P2P-Privatkredite findest du hier.

Fazit

Eines steht fest: Du kannst durch das passive Investieren in ETFs finanziell frei werden.

Du brauchst nur einen langen Atem.

„Das Leben ist ein Marathon und kein Sprint!“

Und musst ein paar Dinge dabei beachten.

Die wichtigsten sind:

  • Der Zinseszins-Effekt
  • Und die Diversifikation

Durch den Zinseszins-Effekt baust du dir dein Vermögen nicht linear auf – sondern exponentiell.

Das gelingt dir am besten durch das Investieren in thesaurierende ETFs. Dann werden deine Dividenden automatisch reinvestiert. Und du brauchst dich darum nicht mehr kümmern.

Auch bei P2P-Privatkreidite kannst du deine Einnahmen automatisch reinvestieren – durch den Portfolio Builder. Lars hat dazu einen guten Artikel geschrieben.

Durch die Diversifikation kannst du alle 3 Arten von Risiko minimieren:

  • Das Unternehmensrisiko
  • Das Marksegmentrisiko
  • Und das Gesamtrisiko des Aktienmarktes

Das kannst du auf jede Asset-Klasse anwenden.

Mit P2P-Privatkrediten hast du diese 3 Risiken:

  • Das Risiko eines einzelnen Kredites
  • Das Risiko einer einzelnen Plattform
  • Und das Gesamtrisiko des P2P-Marktes

Mit Immobilien hast du diese 3 Risiken:

  • Das Risiko einer einzelnen Immobilie
  • Das Marktsegmentrisiko
  • Und das Gesamtrisiko des Immobilien-Marktes

Und mit Rohstoffe hast du diese 3 Risiken:

  • Das Risiko eines einzelnen Rohstoffes
  • Das Risiko einer Rohstoff-Art (Edelmetall, …)
  • Das Gesamtrisiko des Rohstoffmarktes

Investierst du schon passiv? Oder investierst du aktiv?

Und wenn ja, warum?

Schreibe es in die Kommentare!

Hole dir meinen kostenlosen Kurs: In 3 Schritten zur finanziellen Freiheit!

Über den Autor:

philipp

Philipp Amadeus Kammerer ist der Gründer von Investment Amad€. Auf seinem Investment Blog zeigt er dir mehr über verschiedene Investment Strategien.

Folge ihm auf Twitter und Facebook!

 

Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

5 Gedanken zu „Wie du mit ETFs finanziell frei wirst“

  1. Hi Philipp,

    danke für den Artikel. Ich bin oft sehr zwiegespalten zwischen Ausschüttung und Thesaurierung, was auch dazu führt, dass ich ein recht wildes Portfolio habe, was das angeht. Ich versuche einen gesunden Mix zu finden, zwischen Thesaurierung und der Ausschüttung und letztlich auch dem passiven Einkommen. Die Ausschüttung hat auch den schönen Vorteil, dass man das Rebalancing aus einer ganz anderen Perspektive angehen kann. Meine Tendenz bei den ETFs geht aber dennoch ganz klar auch zur Thesaurierung und späteren Umschichtung im Alter.

    Grüße

    Lars

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    1. Hallo Lars!

      Danke für das Lob!

      Ausschüttende und thesaurierende ETFs haben beide ihre Vor- und Nachteile.

      Ein Vermögen lässt sich aber leichter mit einem thesaurierenden ETF aufbauen – wegen des Zinseszins-Effektes.

      Dafür lässt sich aber mit einem ausschüttenden ETF besser ein passives Einkommen aufbauen.

      MFG Philipp

      Gefällt mir

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