Wie du dir ein Weltportfolio aufbaust

Passives Investieren.

Für die meisten Privatanleger macht nur das passive Investieren Sinn!

Aber wie?

Das passive Investieren ist sicher die einfachste Investment Strategie.

Aber auch bei ihr gibt es einige Dinge zu beachten.

Welche das sind, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Wenn du tiefer in das Meer der ETFs eintauchen möchtest, kannst du zusätzlich Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs lesen. In diesem Buch erfährst du alles, das du über das passive Investieren wissen musst.

Die 3 Risiken der Aktionäre

Als Aktionäre gehen wir Risiken ein. Klar, Rendite kommt von Risiko. Ohne Risiko, keine Rendite.

Deshalb bekommst du auf deinem Tagesgeldkonto eine sehr niedrige Rendite. Denn du gehst ein geringes Risiko ein.

Diese Risiken lassen aber stark durch die Diversifikation minimieren. Aber nur durch eine richtige Diversifikation. Durch eine falsche Diversifikation minimierst du dein Risiko kaum.

Angenommen du kaufst dir 3 Aktien des DAX. Hast du dein Risiko wesentlich minimiert?

Nein!

Als Aktionär gehen wir diese 3 Risiken ein:

  • Das Unternehmensrisiko

Ein Unternehmen kann bankrott gehen. Dadurch entsteht das Unternehmensrisiko. Es ist also das Risiko, das ein einzelnes Unternehmen mit sich trägt.

Dieses Unternehmen lässt sich am leichtesten minimieren. Bereits der Kauf von mehreren Einzelaktien minimiert das Unternehmensrisiko.

  • Das Marktsegmentrisiko

Das Marksegmentrisiko beschreibt das Risiko eines ganzen Marktes bzw. eines Landes. Auch Länder können bankrott gehen. Und auch einer Branche kann es einmal nicht so gut gehen.

Dieses Risiko minimieren wir durch das Investieren in verschiedene ETFs. Wenn wir zum Beispiel einem MSCI World ETF einen MSCI Emerging Markets ETF beimischen, haben wir dieses Risiko bereits gesenkt.

  • Und das Gesamtrisiko des Aktienmarktes

Manchmal geht es der gesamten Börse nicht besonders gut. In der Folge stürzen alle Aktienkurse ab. Ein aktuelles Beispiel wäre der Börsencrash in China. Es gibt kaum Aktienkurse, die vom Jänner bis Mitte Februar nicht gefallen sind.

Wie können wir uns dagegen schützen?

Durch das Investieren in verschiedene Asset-Klassen. Zum Beispiel könnten wir in Rohstoff ETCs investieren. Und in P2P-Privatkredite. Und in Immobilien. Und und und…

Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Achte dabei, dass auf jede Asset-Klasse diese 3 Risiken zutreffen. Und daher eine entsprechende Diversifikation notwendig ist.

Wenn du in P2P-Privatkredite investieren möchtest, dann bestehen für diese:

  • Das Risiko eines einzelnen Kredites
  • Das Risiko der Plattform
  • Und das Risiko des P2P-Gesamtmarktes

Achte daher auf eine entsprechende Diversifikation innerhalb einer Asset-Klasse – UND zwischen den Asset-Klassen.

Diversifikation

Lege nicht alle Eier in einen Korb!

Die Diversifikation soll unser Risiko minimieren – am besten alle 3 Risiken.

Wenn ein Unternehmen pleite geht, soll uns das nicht ruinieren. Wenn ein ganzes Marktsegment Schwierigkeiten hat, sollen wir selbst nicht auch in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Und wenn die Börse abstürzt, sollen wir nicht mit abstürzen.

Aber wie diversifizierst du richtig?

Die Diversifikation der Aktien

Die beste Möglichkeit, um mit Aktien eine breite Diversifikation zu erreichen, sind ETFs. Warum ETFs die Zukunft der Geldanlage sind, erfährst du hier.

Alleine dadurch, dass du in ETFs investierst, brauchst du dir über das Unternehmensrisiko keine Gedanken mehr machen.

Der MSCI World beinhaltet 1.612 Aktien aus 23 Ländern. Eines der Unternehmen geht bankrott? Who cares?

Über das Marksegmentrisiko musst du dir etwas mehr Gedanken machen.

Im Großen und Ganzen kannst du unter den beiden Marksegmenten unterscheiden:

  • Industrieländer
  • Schwellenländer

Diese lassen sich weiter nach Größe der Unternehmen unterscheiden:

  • Large Caps
  • Mid Caps
  • Small Caps

Und natürlich in verschiedene Kontinente/Länder.

Achte darauf, dass du  in ALLE Marksegmente investierst. Es ist ein Weltportfolio. Und, dass du in den richtigen Verhältnissen investiert.

Ich richte bei diesen Angaben an Kommers Buch.

Der Anteil der Aktien der entwickelten Länder beträgt 55%. Und der Aktien der Schwellenländer 25%. Auf das Gesamtportfolio gesehen.

Warte mal, da Fehlen ja noch 20%.

Das liegt daran, dass Kommer bereits 2 weitere Asset-Klassen in seinem Weltportfolio berücksichtigt:

  • Immobilien
  • Rohstoffe

Er empfiehlt in beide Asset-Klassen jeweils 10% des Gesamtportfolios zu investieren.

Die entwickelten Länder lassen sich weiter in

  • Aktien Large Cap Value
  • Und Aktien Small Cap Blend einteilen.

In die Schwellenländer investiert er durch einen einzigen ETF in den Gesamtmarkt.

Kommer investiert jeweils 50% in den Aktien Large Cap Value Index und 50% in den Aktien Small Cap Blend Index.

Diese beiden Indizes lassen sich jeweils weiter nach Regionen aufteilen:

  • Nordamerika (40%)
  • Westeuropa (44%)
  • Pazifikstaaten (16%)

Die Diversifikation von Rohstoffen

Im Gegensatz zur Diversifikation der Aktien, ist die Diversifikation von Rohstoffen ganz einfach.

Wir müssen diese 3 Risiken abdecken:

  • Das Risiko eines einzelnen Rohstoffes
  • Das Risiko einer Rohstoff-Art (Edelmetalle, …)
  • Das Risiko des Rohstoff-Gesamtmarktes

Und das erreichst du durch einen Rohstoff ETC. Mehr musst du nicht beachten.

Die Diversifikation von Immobilien

Um mit Immobilien eine sinnvolle Diversifikation zu erreichen, hast du 3 Möglichkeiten:

  • Du kaufst viele Immobilien.
  • Du investierst in einen REIT.
  • Du investierst in einen Immobilienaktien ETF.

Bei der ersten Möglichkeit brauchst du ein hohes Startkapital. Daher entscheidet sich Kommer für die dritte Möglichkeit.

Die Diversifikation von P2P-Privatkredite

P2P-Privatkredite werden in Kommers Weltportfolio nicht berücksichtigt. Um eine weitere Diversifikation zwischen den Asset-Klassen zu gewehrleisten, sind sie aber sinnvoll.

P2P-Privatkredite bringen diese 3 Risiken mit sich:

  • Das Risiko eines einzelnen Kredites
  • Das Risiko der Plattform
  • Und das Risiko des P2P-Gesamtmarktes

Das Risiko eines einzelnen Kredites minimierst du, indem du in mehrere Kredite investierst. Das Risiko der Plattform, indem du auf verschiedenen P2P-Plattformen investierst. Und das Risiko de Gesamtmarktes, indem du in verschiedene Asset-Klassen investierst.

Mehr über P2P-Privatkredite erfährst du hier.

Wie würde ich 10.000€ investieren?

In diesem Artikel habe ich die Frage bereits zu einem All-in-Investment beantwortet. Diesmal muss ich aber nicht alles auf ein Karte setzen. Diesmal bestimme ich die Spielregeln. Und nicht der Teufel!

Bei der Auswahl meiner ETFs halte ich mich genau an die Angaben des Weltportfolios von Kommer. Das sieht dann so aus:

  • 1.100€ in einen MSCI USA Value ETF
  • 1.210€ in einen MSCI Europe Value ETF
  • 440€ in einen Asia Pacific Dividend ETF
  • 1.100€ in einen MSCI USA Small Cap ETF
  • 1.210€ in einen MSCI Europe Small Cap ETF
  • 440€ in einen MSCI Japan Small Cap ETF
  • 2.500€ in einen MSCI Emerging Markets ETF
  • 1.000€ in einen Devoloped Markets Property Yield ETF
  • 1.000€ in einen Rohstoff ETF

Rebalancing

Nach einer gewissen Zeit verändert sich das Gleichgewicht. Manche ETFs entwickeln sich besser – manche schlechter. Dadurch ändert sich das Risikoprofil.

Das kannst du aber ganz leicht durch das Rebalancing wieder ändern.

Einmal pro Jahr kaufst du einfach jene ETFs nach, die sich schlechter entwickelt haben. Sodass die prozentualen Anteile wieder stimmen.

Natürlich kannst du auch von ETFs, die sich besser entwickelt haben, Anteile verkaufen. Aber wir möchten Vermögen aufbauen. Und dazu müssen wir investieren.

Fazit

Investieren ist nicht schwer.

Zumindest nicht, wenn du den passiven Ansatz verfolgst.

Durch diesen Artikel weißt du alles, was du wissen musst. Und kannst dir ein Weltportfolio aufbauen. Wenn du aber trotzdem mehr darüber wissen möchtest, empfehle ich dir Kommers Buch. In diesem Buch erfährst du noch einige Grundlagen, die in diesem Artikel nicht Platz haben.

Der Ansatz vom Finanzwesir zum passiven Investieren sieht so aus.

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Über den Autor:

philipp

Philipp Amadeus Kammerer ist der Gründer von Investment Amad€. Auf seinem Investment Blog zeigt er dir mehr über verschiedene Investment Strategien.

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Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

9 Gedanken zu „Wie du dir ein Weltportfolio aufbaust“

  1. Hallo,
    vielen Dank für den interessanten Artikel. Für jeden Bereich wird ein Index vorgestellt – doch warum nutzt man gerade diesen und keinen anderen Index. Beispiel Europa: Anstatt des MSCI Europe Value ETF könnte man auch einen EuroSTOXX Index nutzen. Was ist der Grund genau für diesen?
    Viele Grüße Thomas Maier

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