3 Gründe, warum du auch als risikoscheuer Anleger in Emerging Markets investieren solltest

Ich unterhalte mich mit meinen Freunden auf einer Party. Die Musik ist nicht zu laut. Der Song „Astronaut“ von Sido wird gerade gespielt. Man kann sich gut unterhalten. Die Stimmung ist gut. Die Menschen verstehen sich. Wir befinden uns in einem Flow. Ist das Leben nicht schön!

Irgendwann wird das Thema Aktien angesprochen.

Sie wollen wissen, wie sie ihre Rendite erhöhen können. Ich sage nur:

Emerging Markets.

Das klingt nach viel Risiko. Also nichts für risikoscheue Anleger.

Der konservative Anleger fühlt sich bei den Industrieländern besser aufgehoben.

Wenn ich einen konservativen Anleger von Emerging Markets erzähle, sagt er:

„Bist du wahnsinnig?“

Mein Freund schaut mich verdutzt an – als hätte ich gerade gesagt 1+1=3. Und würde es ernst nehmen.

Nein, ich bin nicht wahnsinnig! Es ist ein Irrglaube: Emerging Markets sind nicht nur etwas für Zocker. Auch der konservative Anleger soll die ganze Welt im Depot haben. Und Emerging Marktes gehören zur Welt.

Emerging Markets sind kein Spielkapital, wie sie so gern bezeichnet werden. Sie sind nichts für Zocker. Und nicht nur risikofreudige Anleger sollten sie im Depot haben.

Warum?

Dafür gibt es 3 gute Gründe. Und diese erkläre ich dir in diesem Artikel.

  1. Mehr Rendite

Ja, Emerging Markets sind riskanter als Industrieländer. Vor allem sind sie volatiler.

Aber Rendite kommt von Risiko. Wer kein Risiko eingeht, bekommt keine Rendite.

Und das ist nicht nur bei der Geldanlage so – sondern überall im Leben: Im Sport, im Beruf, in der Beziehung, in Freundschaften, …

Wenn du dich nichts traust, bekommst du keine Ergebnisse!

Stell dir einen Kraftsportler vor, der sagt: „Ich traue mich nicht, das Gewicht zu erhöhen. Das ist mir zu viel Risiko.“ Lächerlich, oder?

Genauso lächerlich ist es, wenn du sagst: „Ich traue mich nicht in Emerging Markets zu investieren. Das ist mir zu viel Risiko.“

Der Kraftsportler wird niemals weiter kommen, wenn er nicht sein Gewicht erhöht. Er bleibt auf seinem Leistungsniveau.

Und du wirst nicht deine Rendite erhöhen, wenn du nicht in Emerging Markets investierst. Du bleibst auf deinem Renditeniveau.

An der Börse gibt es 3 Faktorprämien:

  • Small-Cap-Aktien
  • Value-Aktien
  • Und Schwellenländeraktien

Emerging Markets ist eine davon. Du willst mehr Rendite? Dann investiere in Emerging Markets!

Ich empfehle dir aber nie in einzelne Schwellenländeraktien zu investieren. Das Risiko wäre viel zu hoch. Die Unternehmen könnten bankrott gehen.

Und für Privatanleger macht sowieso nur das passive Investieren Sinn!

Du bist smart. Und investierst in einen ETF, der die Emerging Markets abbildet. Zum Beispiel in den MSCI Emerging Markets.

Der MSCI Emerging Markets investiert in 838 Aktien aus 23 Ländern. Wenn von den 838 Aktien eines bankrott geht, kann dir das ziemlich egal sein.

Lege nicht alle Eier in einen Korb! So minimierst du dein Risiko. Nimmst aber die Faktorprämien trotzdem mit.

2. Geringere Korrelation

Industrieländer-Aktien und Emerging Markets-Aktien haben eine geringere Korrelation als Industrieländer-Aktien untereinander.

Auch Industrieländer können sich in einer Krise befinden. Dann kannst du diese Krise durch deinen Emerging Markets ETF abfangen. Da sich die Emerging Markets gerade nicht in der Krise befinden.

So minimierst du die Volatilität deines Gesamtportfolios. Und damit auch das Risiko.

Wenn das nicht genial ist!

Du verringerst das Risiko deines Gesamtportfolios – erhöhst aber deine Rendite. Du nützt die Vorteile von beiden Seiten: Von Industrieländer-Aktien und Schwellenländer-Aktien. Einfach nur genial!

Eine geringere Korrelation kannst du nicht nur durch Emerging Markets erreichen – sondern auch durch Small Caps.

Small Caps sind zwar riskanter als Large Caps. Sie korrelieren aber weniger zu Large Caps als Large Caps untereinander. Dadurch minimierst du wieder dein Gesamtrisiko.

Du streichst aber eine höhere Rendite ein. Denn du erhältst eine Faktorprämie.

Wie bei den Emerging Markets, solltest du nie einzelne Small Caps kaufen. Investiere lieber in einen ETF. Zum Beispiel in den MSCI Small Caps. Dieser ETF investiert in 4.332 Unternehmen aus 23 Ländern.

Ein Unternehmen geht bankrott? Was kümmert es dich? Dein ETF investiert in 4.332 Unternehmen.

Wenn du deine Eier auf 4.332 Körbe verteilst, kümmert es dich auch nicht, wenn einer hinunterfällt. Du hast ja noch 4.331 Körbe.

Nutze immer alle 3 Faktorprämien:

  • Schwellenländer-Aktien
  • Small Cap-Aktien
  • Und Value Aktien

Auch als konservativer Anleger! Dein Risiko wird so minimiert. Und deine Rendite erhöht.

Der Anteil der Schwellenländeraktien im Depot sollte sich auch nicht von einem risikofreudigen Anleger unterscheiden. Die Zusammensetzung des risikobehafteten Teil bleibt immer gleich.

Es ändert sich nur das Verhältnis des risikobehafteten Teil und des risikolosen Teil. Dadurch steuerst du das Gesamtrisiko, das du eingehen möchtest.

Der risikolose Teil besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen höchster Bonität.

3. Höhere Diversifikation

Durch die geringere Korrelation erhöht sich deine Diversifikation. Du handelst ganz nach dem Motto: „Habe die ganze Welt im Depot. Dann bist du dabei, wenn irgendetwas steigt.“

Oder: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“

Und einer deiner Körbe soll ein Emerging Market ETF sein.

Nur stellt sich die Frage: Wie viel % deines Vermögens sollst du in Emerging Markets investieren? Sodass du deine Rendite erhöhst und dein Risiko minimierst.

Dabei können dir 2 Fehler passieren:

  • Wenn du zu viel Geld in Emerging Markets investierst, wird dein Risiko zu hoch.
  • Und wenn du zu wenig Geld in Emerging Markets investierst, dann nutzt du die Faktorprämie nicht.

Ich empfehle dir 25% deines risikobehafteten Teil in Emerging Markets zu investieren. Wie viel dein risikobehafteter Teil vom Gesamtportfolio ausmacht, musst du selbst wissen.

Das kommt auf deine Risikotoleranz an. Und diese ist wiederum von vielen weiteren Faktoren abhängig:

  • Von deinem Anlagehorizont
  • Von deinen Fixkosten
  • Von deiner Lebenssituation
  • Von deinem Human Kapital
  • Von deinem Einkommen
  • Von deinem Lebensalter
  • Von deiner Börsenerfahrung

Wie du dir ein Weltportfolio aufbaust, erfährst du hier.

Fazit

Emerging Markets werden gerne mit der Zockerei gleichgesetzt. Aber sie sind nicht nur etwas für Zocker.

Jeder rationale Anleger sollte sie im Depot haben.

Und du bist doch ein rationaler Anleger?

Wenn dir das nächste Mal jemand von Emerging Markets erzählt, antwortest du nicht mehr: „Bist du wahnsinnig?“

Denn du weißt jetzt über die Vorteile von Emerging Markets bescheid:

  • Mehr Rendite
  • Geringere Korrelation
  • Höhere Diversifikation

Wenn du alles aus diesem Artikel vergessen solltest, dann merke dir eines: Nutze die 3 Faktorprämien!

Schaffe dir einen Vorteil gegenüber den anderen Privatanlegern!

Hast du noch Fragen zu Emerging Markets?

Schreibe sie in die Kommentare!

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Über den Autor:

philipp

Philipp Amadeus Kammerer ist der Gründer von Investment Amad€. Auf seinem Investment Blog zeigt er dir mehr über verschiedene Investment Strategien.

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Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

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