Die Finanzkrise 2007 und was du daraus lernen kannst

2007 – der Beginn der Finanzkrise.

2008 meldeten die Lehmann Brothers den Konkurs an.

2009 war die Wirtschaftskrise in vollem Gange.

Der Kurs von Goldman Sachs brach um 78% ein. Goldman Sachs wäre ohne staatliche Förderung bankrott gegangen.

Aber wie ist die Wirtschaftskrise zustande gekommen? Was hat sich von 2005-2007 abgespielt, dass einige Big-Player viel Geld verloren? Und kleine Spekulanten das große Geld machten? Wie kam es zur Immobilienblase? Und infolge zu den Billionen-Schulden von Donald Trump?

Diesen Fragen gehen wir heute auf die Spur.

Ich habe das Buch The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte gelesen. Und gebe dir dieses Wissen in diesem Artikel weiter.

Hypothekenanleihen – der Ursprung der Finanzkrise

Ein neuer Markt ist entstanden: zweitklassige Hypothekenanleihen.

Hypothekenanleihen sind nichts anderes als Kredite für Häuslebauer. Also bis dahin nichts Außergewöhnliches. Investoren konnten diese Kredite kaufen. Und darauf hoffen, dass die Häuslebauer ihre Raten zurückzahlen konnten.

Was ist nun der Haken an diesen Hypothekenanleihen?

Die Kredite hatten einen variablen Zinssatz. Die Kreditnehmer wurden mit einem Lockzins angelockt. Was sie noch nicht wussten: Die Zinsen stiegen mit der Zeit. Die Häuslebauer nahmen Kredite auf, für die sie schlicht und einfach zu wenig verdienten.

Die Hypothekenanleihen wurden von den Ratingagenturen bewertet. Mit AAA für die höchste Bonität, AA für eine etwas schlechtere, und BB für minderwertige Anleihen.

CDOs – ein Bündel von Hypothekenanleihen

Die mit BB bewerteten Anleihen wollte niemand haben. Und Rentenfonds durften nur in die höchste Bonität investieren – in AAA-Anleihen.

Also ließen sich die Ratingagenturen etwas besonders einfallen: Sie schnürten mehrere Hypothekenanleihen zu einem Paket zusammen. Und bewerteten es mit AAA wegen der „Diversifikation“. In diesen Paketen befanden sich auch Anleihen niedrigster Bonität. Diese Pakte nannten sie CDOs.

Diese Diversifikation macht aber null Sinn. Denn die Korrelation zwischen den Krediten ist nicht 0,3. Wie es dir Ratingagenturen vorgaben. Sondern 1. Die Kredite korrelieren zu 100% miteinander. Das entspricht eine Diversifikation von 0.

Aber das war egal. Die Privatanleger glaubten den Ratingagenturen. Und investierten in den boomenden Hypothekenanleihenmarkt.

Und die Rentenfonds konnten jetzt auch in BB-Anleihen investieren.

Für die großen Investmentbanken der Wall Street war das mit einer Gelddruckmaschine vergleichbar. Sie wollten nicht in diese Hypothekenanleihen investieren. Sie verdienten mit ihrem Handel. Auch die Lehmann Brothers.

Als die Banken nicht mehr genügend Kreditnehmer fanden, erstellten sie synthetische Hypothekenanleihen. Und schnürten diese wieder zu einem Bündel – zu CDOs.

Credit Default Swaps – eine Versicherung gegen CDOs

Gegen den Ausfall von den Hypothekenanleihen konnte man sich versichern. Diese Versicherungen heißen Credit Default Swaps.

Mike Burry, ein Aktieninvestor, beschaffte sich alle Informationen über Hypothekenanleihen, die er kriegen konnte.

Mike Burry hatte eine außergewöhnliche Begabung, sich Wissen schnell anzueignen. Dafür hatte er ein soziales Defizit. Schuld daran war das Asperger-Syndrom.

Er erkannte nach und nach die Fehler im Hypothekenanleihen-System: Die Preise der Immobilien mussten nicht sinken, dass der Markt kollabierte. Wie behauptet wurde. Er durfte nur nicht steigen.

Also kaufte er sich Credit Default Swaps in der Höhe von Millionen von Dollar. Und spekulierte auf den Ausfall von Hypothekenanleihen. Und damit auf die Finanzkrise.

Burry versicherte sich gegen Ausfälle von Krediten, in die er nicht investierte. So als würdest du dich gegen den Brand deines Nachbarn versichern.

Er nahm nicht nur privat eine Shortposition auf die Hypothekenanleihen an. Er investierte auch mit seinem Fonds in die Credit Default Swaps.

Dafür bekam er später viele Hass-E-Mails von seinen Investoren. Sie wollten ihr Geld zurück. Konnten aber nicht aussteigen, weil sie vertraglich gebunden waren.

Mike Burry vergnügte sich nicht mit seiner Short-Position. Er spekulierte auch gegen sämtliche Finanzinstitute. Unter anderem auch gegen die Ratingagenturen.

Die Lehmann Brothers gingen pleite

Am 15. September 2008 war es soweit: die Lehmann Brothers meldeten Insolvenz an.

Wie konnte das geschehen?

Die großen Investmentbanken verdienten doch so viel Geld mit dem Handel ihrer Hypothekenanleihen.

Sie wollten aber nie in Hypothekenanleihen investieren. Sie wollten nur mit ihnen handeln. Und die Ordergebühren kassieren.

Als der Markt aber zusammenbrach blieben sie auf Hypothekenanleihen sitzen. Wieso sollte auch noch jemand in diese Anleihen investieren?

Immer mehr Anleihen fielen aus. Die Zinsen stiegen. Und die Immobilienpreise fielen im Sturzflug.

Viele Menschen verloren ihr Zuhause und ihren Job.

Keiner wollte mehr in minderwertige Hypothekenanleihen investieren. Jetzt waren die Credit Default Swaps gefragt.

Die Investmentbanken wollten ihre Verluste minimieren.

Mike Burry verkaufte seine Credit Default Swaps. Und konnte sein Vermögen und das seiner Investoren verdoppeln.

Sein Interesse am Finanzmarkt war danach erloschen. Menschen, die am Asperger-Syndrom leiden, verflüchtigen sich in ihre Hobbys – ausgelöst durch ihre soziale Schwäche.

Dadurch werden sie in ihrem Hobby extrem schnell sehr gut. Wenn sie aber mit dem Hobby schließlich negative Emotionen verbinden, kann sich das schnell ändern. Ihr Interesse verschwindet. Und sie suchen sich ein neues Hobby.

Mike Burry kaufte sich eine Gitarre. Obwohl er nicht Gitarre spielen konnte. Und sich dafür davor nicht interessierte. Er hat sein neues Hobby gefunden.

Die Finanzkrise war vorhersehbar.

War es ein Geheimnis, dass der Hypothekenmarkt zusammenbricht?

Nein, das musste passieren.

Selbst die Verkäufer der Hypothekenanleihen waren sich dessen bewusst.

Hast du sie gefragt: „Wie sieht es mit den Hypothekenanleihen in 10 Jahren aus?“ Dann haben sie geantwortet: „10 Jahre? Wir sind froh, wenn sie 2 Jahre überleben.“

Warum wurden sie dann trotzdem verkauft?

Es ging um Geld. Die Investmentbanken verdienten während den Boomzeiten gutes Geld damit. Sie machten wortwörtlich aus Scheiße Gold.

Dass sie aber auf diesen Anleihen sitzen bleiben könnten, haben sie nicht berücksichtigt. Und schließlich mussten sie die Credit Default Swaps teuer bezahlen.

Fazit

Kaufe keine CDOs – in welcher Form sie dir auch angeboten werden!

Achte darauf, wen du dein Geld leihst – vor allem wenn du in P2P-Privatkredite investierst. Ist der Kreditnehmer auch wirklich kreditwürdig? Kann er dir den Kredit zurückzahlen.

Die Vergangenheit hat gezeigt: Die Geschichte wiederholt sich.

Das war sicher nicht die letzte Finanzkrise. Und wieder werden viele Menschen viel Geld verlieren. Und andere viel Geld verdienen.

Gehöre zu den Gewinnern!

Und investiere in keine minderwertigen Kredite. Das mag eine Zeit lang gut gehen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt. Und immer mehr Kredite fallen aus. Und das System bricht zusammen.

Die Geschichte hat mir auch gezeigt, wie wichtig Karma ist: Tu gutes und dir wird gutes getan. Tu böses und dir wird böses getan.

Goldman Sachs und die anderen Investmentbanken aus Wall Street können heute ein Lied davon singen.

Wenn du dich in die Zeit der Finanzkrise zurückversetzen möchtest, dann empfehle ich dir das Buch The big short zu lesen.

Mittlerweile gibt es den Film dazu auf DVD. Der Finanzwesir hat dazu eine Filmkritik geschrieben.

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Über den Autor:

philipp

Philipp Amadeus Kammerer ist der Gründer von Investment Amad€. Auf seinem Investment Blog zeigt er dir mehr über verschiedene Investment Strategien.

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Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

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