Ist reich werden ethisch?

„We are not rich, but at least we are honest.“

Viele Eltern erziehen ihre Kinder mit dieser Grundeinstellung. – Sind Reiche nicht ehrlich?

„Geld stinkt“, „Über Geld redet man nicht“ und „Die Reichen sind böse“.

Es gibt viele Sprichwörter, um den Neid gegenüber den Reichen auszudrücken. Alle münden aber in einer Frage: Ist reich werden ethisch?

Diese Frage werde ich in diesem Artikel beantworten. Dazu inspiriert hat mich der Artikel „Reich werden und Ethik – Kann das passen?„.

Wir müssen Reichtum definieren, bevor wir entscheiden, ob er ethisch ist.

Was ist Reichtum?

Reichtum hat nichts mit dem Anhäufen von Geld gemeinsam. Reichtum ist Freiheit: Die finanzielle Freiheit!

Wenn du frei von Schulden und Arbeitgeber bist, dann bist du reich.

Top-Manger verdienen ein Vermögen, aber sie sind nicht reich. Sie rennen im Hamsterrad um ihr Leben – auch wenn es gepolstert und golden ist.

Meine Definition von Reichtum ist eine andere: Reichtum ist die Unabhängigkeit von Geldgebern – von Banken, dem Arbeitgeber, dem Staat,  …

Warum die finanzielle Freiheit nicht ethisch ist…

Die Reichen nehmen den Armen das Geld weg. Wir haben nur eine bestimmte Summe an Geld zur Verfügung. Das Geld der Reichen fehlt den Armen.

Stimmt das wirklich? Nehmen die Reichen den Armen das Geld weg?

Bill Gates gründete mit seiner Frau die Stiftung Giving Pledge. Diese Stiftung sammelt Geld von den reichsten Menschen der Welt. Diese Menschen verpflichten sich, 90% ihres Vermögens zu spenden.

Warren Buffett hat diesen Vertrag unterschrieben.

Die Stiftung nutzt das Geld, um armen Menschen ein Studium zu ermöglichen. In Amerika kostet ein Studium viel Geld. Giving Pledge zahlt den jungen Erwachsenen ihr Studium.

Ich frage dich nochmal: Nehmen die Reichen den Armen das Geld weg?

Der reichste und dritt reichste Mensch spenden 90% ihres Vermögens – und auch viele andere reichen Menschen.

Aber das Geld verdienen sie doch schnell wieder, oder?

Wenn du  von 1.000€ nicht einmal 10€ spendest, dann gibst du auch nicht 1 Million von 100 Millionen € her. Und das ist nur 1%.

Bill Gates und Warren Buffett spenden 90% ihres Vermögens!

Möchtest du mir ernsthaft sagen, dass das nicht ethisch ist? Der Vorwurf kommt komischerweise nie von Menschen, die selbst spenden.

Und reich werden ist doch ethisch!

Die meisten reichen Menschen sind Unternehmer. Dadurch sind sie reich geworden: Sie haben sich ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut.

Ohne Unternehmen keine Arbeitsplätze!

Wir brauchen Unternehmer. Wer schafft sonst unsere Arbeitsplätze? Wer behauptet, dass reich werden unethisch ist, darf bei keinem Unternehmen arbeiten.

Dein Arbeitgeber ist ein Unternehmer. Möchtest für jemanden arbeiten, der unethisch ist?

Ohne Unternehmen keine Produkte!

Besitzt du ein iPhone, ein Android oder ein Windows-Phone? Alle 3 Smart-Phones gäbe es nicht ohne ihren Unternehmen: Apple, Google, Microsoft.

Die Gründer dieser Unternehmen sind sehr reiche Menschen: Steve Jobs, Larry Page und Bill Gates.

Wirf dein Smartphone weg!

Mit jedem Kauf von Produkten unterstütz du Unternehmen. Und wenn du Unternehmen unterstützt, unterstützt du Unternehmer. Und Unternehmer sind reiche Menschen.

Reich werden ist unethisch?

Dann nutz nicht die Produkte von reichen Menschen. Du unterstützt sie damit. Das ist so als würdest du sagen: „Schokolade ist ungesund.“ – du isst sie aber jeden Tag.

Google ist unethisch? Dann google nicht!

Facebook ist unethisch? Dann benütze es nicht!

Microsoft ist unethisch? Dann nütze nicht die Produkte von Microsoft!

„Accept our terms and use our products or don’t accept our terms and don’t use our products.“

Alle Produkte sind von Unternehmen. Wenn reich werden unethisch ist, musst du im Urwald leben – und du musst dir dein Essen selbst fangen. Aber das ist unethisch, weil du es anderen Tieren weg isst.

Es führt nur ein Weg am moralisch Verwerflichen vorbei: Nichts mehr essen.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer!

Das Argument der Moralaposteln: Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. – Sind die Reichen Schuld daran?

Elmar Weixlbauer beweist in seinem Buch Billionaires Club mathematisch, dass die Schere zwischen Arm und Reich in jedem System größer wird.

Schuld ist nicht der Kapitalismus. Im Kommunismus ist die Schere sogar noch größer. In diesem System ist die Masse der Menschen arm – und wenige Menschen sind reich. Es gibt keine Aufstiegschancen.

Im heutigen Digitalismus wird der Spalt zwischen Arm und Reich größer – aber jeder mit einem Laptop und einem Internetanschluss kann davon profitieren.

Warum sind die Vermögen von Menschen so unterschiedlich?

Weil auch die Persönlichkeiten von Menschen sehr verschieden sind. Die Einen sind ehrgeizig – die Anderen sind faul. Die Einen sind hilfsbereit – die Anderen sind egoistisch. Und die Einen möchten die Welt zu einem besseren Ort machen – und die Anderen beschweren sich über die Welt.

Fazit

Arme Menschen werden niemals reich. Sie sehen Geld als etwas Schlechtes. Sie stoßen es ab.

Geld hat keinen Wert. Es ist ein Gutschein für einen Wert. Und dieser Wert kann positiv oder negativ sein.

Der Staat pumpt Geld in die Waffenindustrie. Dieses Geld hat einen negativen Wert. Es fördert Kriege und zerstört Leben.

Bill Gates, Warren Buffett und Mark Zuckerberg spenden 90% ihres Vermögens. Dieses Geld hat einen positiven Wert. Sie helfen armen Menschen, ihr Studium zu finanzieren.

Die Reichen als böse abzustempeln, ist Schubladendenken. Ausländer sind auch nicht alle kriminell. Es gibt auch kriminelle Österreicher.

Es gibt sicher auch böse Reiche – aber das hat nichts mit ihren Reichtum zu tun. Es gibt auch Arme, die böse sind.

Viele Menschen suchen nach Ausreden. Ich sehe jemanden, der einen krasseren Körper hat – also sage ich: „Der stofft.“ Ich bin nicht reich – also sage ich: „Die Reichen sind böse.“

Und schon habe ich eine Ausrede.

Das Ziel ist für mich nicht mehr attraktiv. Ich möchte nicht stoffen. Und ich möchte nicht böse sein.

Ich könnte aber auch die Reichen fragen, wie sie reich geworden sind.  Ich könnte dann ihr Modell auf mich anwenden – und selbst reich werden.

Aber das ist den meisten Menschen zu viel Arbeit. Und sie brauchen etwas, über das sie sich aufregen können. So können sie ihren Neid ausleben. 😉

Wenn reich werden für dich ethisch ist, dann ist mein Buch das Richtige für dich. In meinem Buch erfährst du, wie du finanziell frei wirst.

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Was ist deine Meinung dazu?

Ist reich werden ethisch?

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Über den Autor:

philippkammerer_1447971009_67Philipp Amadeus Kammerer ist der Gründer von Investment Amad€ und Autor des Buches “Deine Schule in die finanzielle Freiheit”.

Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

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