So investieren Blogger #15: Chris & Jens von Geldsystem-verstehen.de

Heute in der 15. Folge von „So investieren Blogger“ habe ich die Jungs von Geldsystem-verstehen.de bei mir zu Gast: Chris und Jens.

Sie haben einen Verlag gegründet und mehrere Bücher geschrieben.

Ich freue mich, euch in meinem Interview begrüßen zu dürfen.

Wie sieht eure Investment-Strategie aus?

Bevor wir diese Frage beantworten, möchten wir vorher noch kurz einen Schritt zurückgehen und dir einen wichtigen Tipp geben (und dem Schluss etwas vorgreifen). Bevor du beginnst dein Geld (und/oder deine Zeit) zu investieren, werde dir darüber klar, was du damit eigentlich erreichen möchtest. Was sind die Ziele deiner Investitionen? Idealerweise verfolgst du ein höheres Ziel und nicht die Steigerung unnötiger (Luxus-)Konsumausgaben. Ein solches Ziel kann die Steigerung der frei verfügbaren Zeit sein. Für uns als Autorenduo ist dieses Ziel von unseren Buchverkäufen leben zu können. Der Hauptfaktor dies erreichen zu können ist eben jene Zeit. Dementsprechend investieren wir unsere Einnahmen vor allem darin. Das heißt, dass unsere Einnahmen – da wir künftig nur noch Teilzeitstellen nachgehen werden – den zweiten Teil eines normalen Vollzeitgehalts abdecken. Vielleicht musst auch du künftig nur noch halbtags in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, da deine Investitionen genügend zusätzliche Einnahmen abwerfen? Wir investieren unsere neue freie Zeit darin uns weiterzubilden, zu schreiben und uns um die Vermarktung unserer Bücher zu kümmern. Diesen Plan verfolgen wir solange, bis wir zu 100 Prozent unserer Leidenschaft und wahren Bestimmung nachgehen können. Die Investition in Multiplikatoren und ein Netzwerk ist dabei ganz besonders wichtig. Dabei sind unsere Investitionen immer an unentgeltlichen Dienstleistungen – basierend auf der Maxime des Gebens und Nehmens – geknüpft. Damit unterstützen wir uns gegenseitig, bauen unser Netzwerk auf und aus und vermeiden steigende Ausgaben. Sollte in einem zukünftigen Szenario dann noch Geld am Monatsende übrig bleiben, wird dies in ein gemeinsames Ferienhaus (wahrscheinlich am Südzipfel Italiens) investiert.

Was sind die besten 3 Investment-Bücher, die ihr gelesen habt?

Alles begann mit „Rich dad, poor dad“ von Robert Kiyosaki. Die einfachen und logisch verständlichen Erklärungen halfen uns, als sehr theoretisch orientierte Universitäts-Wirtschaftswissenschaftler, über den Tellerrand hinauszublicken. Gerade das Vier-Quadranten Modell ist noch immer von großer Aktualität und gibt sicherlich jedem – auf dem Weg in die finanzielle Freiheit – wertvolle Denkansätze mit auf den Weg.

Auf diesem Weg half uns „Die 4-Stunden-Woche“ von Timothy Ferriss enorm. Gerade hinsichtlich des Aufbaus passiven Vermögens – das, um Verwirrungen vorzubeugen, viel aktive Bemühungen voraussetzt – konnten wir in diesem Buch vieles lernen. Wobei man sich trotzdem im Klaren sein sollte, dass seine Philosophie des „Managment by absence“ vor allem auf den angelsächsischen Leser zugeschnitten ist.

Als drittwichtigstes Investment-Buch einigten wir uns auf „Wie Studenten Unternehmen gründen“ von Claudia Ossola-Haring und Alexander Dürr. Wir begannen unser Unternehmer-Abenteuer nämlich inmitten des Bachelorstudiums und hatten damals wenig Ahnung von der technischen Seite einer Unternehmensgründung. Insofern halfen uns die kurzen und knappen Tipps zu Zielgruppendefinition, Markt und Marktforschung, der Vorbereitung einer Existenzgründung, der (rechtlichen) Formalitäten, der Gewährleistung der Finanzierung und vieler weiterer Aspekte enorm!

Worum geht es in eurem Blog?

Unser Blog basiert auf unserer gemeinsamen Geschichte als Studenten der internationalen Volkswirtschaftslehre. Vor etwa 10 Jahren begaben wir uns zunächst auf die Suche nach Begründungen für die immer wiederkehrenden Finanzmarkt- und Wirtschaftskrisen. Im Rahmen dessen entstand unser Blog, der zu Beginn ausschließlich dieses Thema behandelte. Wir halten es nach wie vor für eine essentielle Informationsplattform für jeden Finanzinteressierten, der die grundlegenden Problematiken verstehen möchte. Später haben wir uns dann auch der Frage gewidmet, wie man das Hamsterrad verlassen kann. Wir zeigen mögliche Wege auf, auf individueller sowie volkswirtschaftlicher Ebene, vom System zu profitieren und sich langfristig sogar davon zu befreien. Schließlich sollte jeder in der Lage sein finanzielle Freiheit erreichen und das eigene Leben möglichst frei und autark leben zu können. In naher Zukunft werden wir außerdem die Thematik neuer Wege, Denk- und Lösungsansätze für ein faires und ökologisch verträgliches Wirtschaftssystem behandeln.

Welche Ziele habt ihr?

Wie wir bereits im ersten Abschnitt verdeutlicht haben, ist unser größtes Ziel, von unseren Buchverkäufen leben zu können und dabei anderen Menschen Freude zu bereiten und wichtige Tipps und Denkanstöße für ein finanziell freies Leben mit auf den Weg zu geben. Die Rückmeldungen auf unseren Blog und unsere Bücher sind bislang überaus positiv. Das wiederum spornt uns an unserem Traum Tag für Tag nachzujagen. Für uns ist die größte Erfüllung, mittels der Verwirklichung unserer Fähigkeiten und Talente, anderen Menschen weiterzuhelfen. Eine Steigerung des finanziellen Gewinns ist dabei nur ein Sahnehäubchen, das wir zu 100 Prozent in unsere Projekte reinvestieren. Außerdem möchten wir unser Netzwerk gerne weiter ausbauen und noch mehr Buchprojekte und Kooperationen realisieren. Da wir zwei sehr bescheidene, genügsame und fleißige Zeitgenossen sind, befinden wir uns bereits auf einem ganz guten Weg 🙂

Welchen Tipp möchtet ihr meinen Lesern mitgeben?

Unseren Tipp möchten wir an ein berühmtes Zitat von Johann-Wolgang von Goethe knüpfen: „Erfolg hat drei Buchstaben. TUN.“ Die meisten Menschen nehmen sich – gerade zu Beginn des Jahres – enorm viele Dinge vor. Sie möchten sich selbst und ihr Leben in verschiedensten Bereichen zum Positiven verändern. Doch nur den Wenigsten gelingt das. Die Begründung ist einfach – sie kommen einfach nicht in die Pötte! Meist folgt dem ersten Schritt (wenn sie ihn überhaupt machen) kein zweiter mehr. Doch wie der Volksmund so schön sagt: „Von nichts kommt nichts.“ Solange man sich nicht oder nur theoretisch mit seinen Zielen – in diesem Fall speziell der finanziellen Freiheit – beschäftigt, jedoch nichts unternimmt, kann sich unmöglich etwas an der gegenwärtigen Situation ändern! Veränderung und der Weg in die finanzielle Freiheit ist erst dann realistisch, wenn man beginnt Tag für Tag daran zu arbeiten. Falls ihr also immer noch  in der Planungsphase befinden solltet, fangt noch heute an ihn in die Tat umzusetzen! Ihr werdet sehen, dass die Erfolge, sobald sich eine gewisse Arbeitsdynamik entwickelt hat, nicht lange auf sich warten lassen!

In diesem Sinne – viel Glück auf eurem Weg wünschen

Chris & Jens

Über die Autoren

Jens und Chris II

Chris & Jens sind die Gründer des Blogs „Geldsystem-verstehen.de“ und die Autoren der Bücher „Der Hamster verlässt das Rad“ und „Tag auf Tag im Hamsterrad„.

 

Veröffentlicht von

Philipp Kammerer

Philipp Kammerer ist Life Hacker, Blogger und Autor. Er ist auf der Mission, anderen Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

2 Gedanken zu „So investieren Blogger #15: Chris & Jens von Geldsystem-verstehen.de“

  1. Schon ALF wusste: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. 🙂

    Ich amüsiere mich auch immer köstlich über die Leute, die – obwohl sie eigentlich wissen, wie es geht – einfach nicht mit der Umsetzung beginnen. Stattdessen machen Sie sich viele Gedanken über Replikationsmethoden oder den steuerlich Status. Machen!

    Beste Grüße!
    Jens.

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